Aufbewahrung und Archivierung von elektronischen Kontoauszügen

Viele Banken bieten Ihren Kunden mittlerweile an vom Papierauszug auf einen elektronischen Kontoauszug umzustellen. In diesem Zusammenhang kommen auch immer wieder Fragestellungen auf was dabei bei Unternehmen in der Buchhaltung zu beachten ist.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde  vor etwa 5 Jahren veröffentlicht  und ist daher möglicherweise nicht mehr aktuell. Bitte sprechen Sie mit uns, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

Das bayerische Landesamt für Steuern hat dazu nun in einem Schreiben vom Januar Stellung dazu genommen. Die wichtigsten Passagen dieses Schreibens haben wir für Sie zusammengefasst:

Die gute Nachricht gleich vorweg: An elektronische Kontoauszüge sind grundsätzlich keine höheren Anforderungen zu stellen wie an elektronische Rechnungen – grundsätzlich sind elektronisch empfangene Kontoauszüge also zulässig und werden auch steuerlich anerkannt.

ABER:

Bei Eingang des elektronischen Kontoauszuges sind folgende Vorgänge auszuführen:

HINWEIS:

Bei der Aufbewahrung des elektronischen Kontoauszuges sind folgende Vorschriften zu beachten: Abgabenordnung, Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD).

Es empfiehlt sich im Regelfall die digitalen Dokumente in einem Archivierungssystem aufzubewahren – hier lassen Sie sich dann bitte vom Anbieter bestätigen, dass er die entsprechenden Vorschriften einhält und auch Änderungen mitverarbeitet. Liegt eine solche Bestätigung nicht vor können die digitalen Belege insgesamt verworfen werden.
Das Schreiben führt weiterhin aus, dass wie alle anderen originär digital aufzubewahrenden Unterlagen die elektronischen Kontoauszüge auch dem Datenzugriffrecht nach § 147 Abs. 6 AO unterliegen. Der Prüfer kann also jederzeit Zugang zu den Daten fordern und diese sind für die Dauer der Aufbewahrungsverpflichtung zu speichern, gegen Verlust zu sichern und maschinell auswertbar vorzuhalten.

Dies entspricht auch den Vorschriften bei den elektronischen Rechnungen und der Buchhaltung.

Die gleichen Grundsätze gelten auch wenn der Gewinn auf Grundlage einer Einnahmen-Überschuss- Rechnung ermittelt wird.
Für Privatpersonen besteht keine Aufbewahrungspflicht. Wir empfehlen aber auch im privaten Bereich die Auszüge für einen bestimmten Zeitraum (bis zu 5 Jahre) aufzubewahren.

Diese Artikel könnten Sie interessieren
Vermietung: Energielieferungen sind steuerpflichtige Hauptleistungen

Vom Vermieter erbrachte Energielieferungen werden nicht als Nebenleistungen zur steuerfreien Wohnungsvermietung angesehen.

» Weiterlesen

Abgabefrist für Steuererklärungen für das Veranlagungsjahr 2020 verlängert

Die Abgabefrist für Steuererklärungen 2021 wurde auf den 1. November 2021 verlängert.

» Weiterlesen

Steuerliche Nutzungsdauer für beruflich angeschaffte Computer, Drucker, IT und Software verkürzt

Ab dem Veranlagungsjahr 2021 können die Kosten vollständig im Jahr des Kaufes abgesetzt werden.

» Weiterlesen