Entlastung für Betriebsrentner

Ab Januar 2020 werden Betriebsrentner und Betriebsrentnerinnen die bei einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert entlastet.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde  vor etwa 4 Jahren veröffentlicht  und ist daher möglicherweise nicht mehr aktuell. Bitte sprechen Sie mit uns, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

Durch das „Gesetz zur Einführung eines Freibetrages in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge“ werden die Kassenbeiträge auf Betriebsrenten gesenkt. Betriebsrentner zahlen bisher doppelt Krankenkassenbeiträge – einmal auf die gesetzliche Rente und auf die Betriebsrente. Von diesen doppelten Beiträgen sollen die Betriebsrentner nun entlastet werden.

Durch die Einführung eines Freibetrages in Höhe von 159,25 € monatlich werden nur diejenigen Betriebsrenten in der Krankenversicherung verbeitragt die über dem Freibetrag liegen. Darunter liegende Betriebsrenten zahlen keinen Krankenversicherungsbeitrag. Bei den Renten die darüber liegen wird nur der Betrag verbeitragt der über dem Freibetrag liegt. Dadurch werden die Betriebsrentner spürbar entlastet.

Die Neuregelung gilt auch für Bestandsrentner – also für Rentner deren Rentenbezug vor 2020 begonnen hat bzw. deren Kapitalauszahlung weniger als 10 Jahre zurück liegt. Der Freibetrag ist dabei an die sozialversicherungsrechtliche Bezugsgröße gekoppelt und verändert sich dann jährlich.

Der Freibetrag gilt jedoch nur für die Krankenversicherung – die Beiträge zur Pflegeversicherung sind weiterhin in voller Höhe zu entrichten. Ebenfalls nicht von der Neuregelung erfasst sind die freiwillig gesetzlich Versicherten. Freiwillig gesetzlich Versicherte müssen auf die Betriebsrente weiterhin in voller Höhe die Krankenversicherungsbeiträge entrichten.

Diese Artikel könnten Sie interessieren
Mindestlohn 2024: Wichtige Änderungen für Arbeitgeber und Minijobber

Der gesetzliche Mindestlohn erfährt 2024 eine Anhebung von über 3 %, die weitreichende Auswirkungen auf Arbeitgeber, Arbeitnehmer und insbesondere Minijobber haben wird. In diesem Beitrag erörtern wir die wichtigsten Änderungen und deren Bedeutung.

» Weiterlesen

Umsatzsteuer in der Gastronomie weiterhin abgesenkt - Umsetzung von EU-Vorgaben im Biersteuerrecht

Bis Ende 2023 bleibt es beim reduzierten Umsatzsteuersatz von 7 % auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen.

» Weiterlesen

Drittes Entlastungspaket - Inflationsausgleichsprämie

Arbeitgeber haben die Möglichkeiten erhalten, ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei einen Betrag bis zu 3.000 Euro zu gewähren. Das sieht die sog. Inflationsausgleichsprämie vor, die die Bundesregierung laut einer Mitteilung vom 28.09.2022 auf den Weg gebracht hat. Der Begünstigungszeitraum ist bis zum 31.12.2024 befristet.

» Weiterlesen