Stichtag 15. Dezember 2014 nicht vergessen! Aktienverluste können nur mit Verlustbescheinigung verrechnet werden

Nicht jede Kapitalanlage bringt den gewünschten Ertrag. Gerade im Wertpapierbereich gibt es spekulative Anlagen, die zu hohen Verlusten führen können.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde  vor etwa 8 Jahren veröffentlicht  und ist daher möglicherweise nicht mehr aktuell. Bitte sprechen Sie mit uns, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

Verluste aus Kapitalvermögen, insbesondere aus dem Verkauf von Wertpapieren und Aktien, werden, soweit möglich, von den Banken zunächst mit den im laufenden Jahr erzielten positiven Kapitalerträgen verrechnet. Um diese Verrechnungen durchführen zu können, legen die Banken für jeden ihrer Kunden zwei Verlustverrechnungstöpfe an.

In einen Verrechnungstopf gehen die Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren ein, weil diese nur mit Gewinnen aus Wertpapierverkäufen ausgeglichen werden dürfen.

Eine Verrechnung mit Zinsen, anderen Kapitalerträgen oder anderen positiven Einkünften ist nicht zulässig.

In dem anderen Verlustverrechnungstopf werden alle anderen negativen Einnahmen aus Kapitalanlagen angesammelt. Soweit die Verluste die positiven Kapitalerträge übersteigen, trägt die Bank die verbleibenden Verluste auf das Folgejahr vor. Die Verluste verfallen damit nicht, sondern werden mit den positiven Erträgen des Folgejahres verrechnet. Die laufende Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen ist jedoch nur möglich, wenn die Wertpapiere bei der gleichen Bank gehalten werden. Gewinne und Verluste, die bei verschiedenen Banken entstehen, sind nur bei der Veranlagung zur Einkommensteuer verrechenbar.

Diese Verluste können bei der Veranlagung zur Einkommensteuer allerdings nur dann verrechnet werden, wenn auch Verlustbescheinigungen von der jeweiligen Bank vorliegen, bei der die Verluste entstanden sind.

Diese Bescheinigung muss bis zum 15. Dezember 2014 beantragt werden.

HINWEIS: Es handelt sich  hierbei um eine sogenannte Ausschlussfrist. Das bedeutet, die Frist kann nicht verlängert werden.

Diese Artikel könnten Sie interessieren
Das häusliche Arbeitszimmer in Corona-Zeiten

Nach dem Einkommensteuergesetz sind grundsätzlich Kosten für ein Arbeitszimmer sowie die Kosten für dessen Ausstattung abzugsfähig, wenn dem Arbeitnehmer oder auch Unternehmer

» Weiterlesen

Energiepreispauschale für Unternehmer

Die Energiepreispauschale (EPP) wurde mit dem Steuerentlastungsgesetz 2022 beschlossen und soll starke Belastungen aufgrund gestiegener Energiepreise abmildern.

» Weiterlesen