Nachträgliche Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung

Wird eine fremdfinanzierte Immobilie wie z. B. eine Eigentumswohnung veräußert und reicht der Veräußerungserlös nicht zur Tilgung der Verbindlichkeiten aus, so können die Schuldzinsen im Zusammenhang mit der Restschuld weiterhin als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde  vor etwa 8 Jahren veröffentlicht  und ist daher möglicherweise nicht mehr aktuell. Bitte sprechen Sie mit uns, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

Dies hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 20.06.2012 (Aktenzeichen: IX R 67/10) entschieden. Voraussetzung für den nachträglichen Schuldzinsenabzug ist jedoch, dass der Veräußerungserlös vorrangig zur Schuldentilgung verwendet wird. Bereits bisher konnten Schuldzinsen für Darlehen auch nach einer Veräußerung abgezogen werden, sofern das Darlehen zur Finanzierung von laufenden Werbungskosten, z. B. Erhaltungsaufwendungen, bestimmt war. Hieran hat sich nichts geändert.

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