Krankenversicherung während der Berufsausbildung

Jüngst hatte der BFH über die Berücksichtigung von Krankenkassenbeiträgen und Kindern wieder einen Fall zu entscheiden.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde  vor etwa 4 Jahren veröffentlicht  und ist daher möglicherweise nicht mehr aktuell. Bitte sprechen Sie mit uns, wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben.

Im vorliegenden Fall ging es um ein Kind, dass sich in einem Ausbildungsverhältnis befand – es machte die von seinem Arbeitgeber einbehaltenen Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge als Vorsorgeaufwand in seiner Steuererklärung geltend. Da sich die Beiträge jedoch nicht auswirkten, machten die Eltern in ihrer Steuererklärung die Aufwendungen geltend.

Die Berücksichtigung der Beiträge in der Einkommensteuererklärung der Eltern lehnte der BFH jedoch ab. Er nutzte das Urteil auch nochmal zur Klarstellung und führte folgendes aus:

Eltern, die ihrem Kind gegenüber unterhaltsverpflichtet sind und dessen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge tragen, können die Aufwendungen auch in Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen.

WICHTIG: Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Eltern dem Kind die Beiträge tatsächlich gezahlt oder erstattet haben. Sie müssen endgültig wirtschaftlich belastet sein. Durch die Gewährung von Naturalunterhalt werden die Eltern wirtschaftlich nicht direkt belastet.

Diese Artikel könnten Sie interessieren
Das häusliche Arbeitszimmer in Corona-Zeiten

Nach dem Einkommensteuergesetz sind grundsätzlich Kosten für ein Arbeitszimmer sowie die Kosten für dessen Ausstattung abzugsfähig, wenn dem Arbeitnehmer oder auch Unternehmer

» Weiterlesen

Energiepreispauschale für Unternehmer

Die Energiepreispauschale (EPP) wurde mit dem Steuerentlastungsgesetz 2022 beschlossen und soll starke Belastungen aufgrund gestiegener Energiepreise abmildern.

» Weiterlesen